Silverrudder 2016 – after finish

So, einen vorläufigen Bericht bin ich noch schuldig geblieben. Wer wollte, konnte das Rennen per Tracker App und Twitter verfolgen.

Start LINKSRUM bei SW <1 Bft, zun. 4, später W-WNW drehend 5

Der Start – vor allem der erste und zweite Start waren sehr strange, denn wir hatten mit laufende Strömung mit ca 2kn(?). Es sind etliche Filmchen dazu im Internet verfügbar, denn wir hatten zum Teil NULL Wind , so dass man VOR der Startlinie ankern musste.

Auch NACH dem Start war nicht genug Wind um meine ca 4t innerhalb der SI geforderten 20min über die Linie zu bringen. Eigentlich wäre ich also DSQ, wie viele andere auch. Trotzdem sind wir letztlich gestartet, wenn auch nicht regelkonform.

Jens (Ballad ‚Sapir‘, 062) startete mit Spi und konnte sich bis Sundausgang einen kleinen Vorsprung erarbeiten.

Einige hatten mit den Tücken des Sunds zu kämpfen, denn der Blick auf die Karte gerät manchmal in Vergessenheit.

Ab Ausgang Sund ging auch bei mir der Spi hoch. Herrlichstes segeln, die Sonne schien und hunderte Yachten hielten zunächst unter Spi und Gennaker auf die Brücke zu, die mit schiebendem Strom passiert wurde. Jens hielt den Vorsprung bis Korshavn.

Die Sonne stand um ca 18 Uhr bei Korshavn bereitss tief und jeder überlegte, wie die vorhergesagte Kreuz mit 8-10 m/s (gute 5 Bft im Worstcase) am besten bewältigt werden kann. Es sollte ab 23 Uhr nämlich wieder abnehmen und letztlich schwachwindig werden.

Ich entschied mich dafür die G1 zu behalten und ggf die Segelfläche via Grossreff zu verkleinern. Nach Eintritt der Dunkelheit und satten Böen mit 6 habe ich jedoch die G1 stark reduziert für jeweils ca 30-60 min.

Ab Aebelö wurde das Segeln angenehmer. 10min Ruhe mit Eieruhr- Methode und dann Begann die Schwachwindtortur im Kleinen Belt. Glücklicherweise war bis 4 Uhr auch hier ‚Schiebestrom‘ vorhergesagt.

Nach der Passage der Brücken in nervenaufreibenden Schwachwindkreuzschlägen mit herumtragen der Genua, lagen um ca. 6 Uhr bei einsetzendem Sonnenaufgang wieder alle Boote im Öl – kein Wind. Ca 30-60 min gedümpel und langsames Vorantasten mit Windfeldern. Ein Klasse Bild – die Navilichter aufgereiht von zig Booten bei einsetzen der Dämmerung.

Dann ging es weiter. Anlieger bis Bagö. Jens mit der Sapir war ca 1-1,5sm voraus. Beim Torö Rev entschied ich mich für den direkten Weg ohne Sicherheitshöhe für den vorhergesagten S Dreher des Windes. Die Rechnung ging auf und ich konnte mich bei Helnäs knapp vor Jens setzen.
Ab Helnäs war es wieder entspannter bei halben bis raumen Wind, der wieder etwas schwächer wurde und mir einen Vorteil verschaffte, weil sich meine grosszügig geschnittene G1 mit ca. 4 qm mehr bemerkbar machte.


Einige Meilen vor dem Ziel sackte der Wind nochmal weg und brachte mich letztlich nach ca 31 Stunden und 9 min ins Ziel, Jens mit Sapir folgte mit ca 6 min Abstand.
Es war ein tolles Event, mit Klasse Atmosphäre im Hafen. Eine Anreise 2-3 Tage vor dem Event ist sehr zu empfehlen.

Fotos von Teilnehmern werden voraussichtlich via Ballad Flickr Account veröffentlicht und angekündigt via Homepage, Ballad Facebook und Twitter.

Gruss

Jörg, Ballad LIESE, Startnummer 61

PS: Das Rennen kann man nachträglich auf TracTrac.dk noch einmal ‚abspielen‘

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2 Gedanken zu “Silverrudder 2016 – after finish

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